Casino-Streamer Adin Ross wechselt für Rekordsumme zu Kick

Auf Twitch ist Adin Ross ein Star – der Streamer hat sich mit seinen Livestreams zur NBA und zu GTA mehr als sieben Millionen Follower erarbeitet. Inzwischen wurde Adin von Twitch gebannt, hat aber eine Alternative gefunden: Twitch-Konkurrent Kick.com bot Adin Ross eine unfassbare Ablösesumme von 150 Millionen Dollar.

Adin Ross Kick.com

Adin Ross mehrfach bei Twitch gebannt

Auf der Streaming-Plattform Twitch gibt es eine Menge Nutzungsbedingungen. Diese werden mal hart, mal eher locker umgesetzt. So richtig will Twitch seine besten Streamer nicht vergraulen – zeigt aber trotzdem hin und wieder die gelbe Karte.

Dies hat zum Beispiel dazu geführt, dass Adin Ross unter anderem wegen seiner Super-Bowl-Livestreams Ärger von Twitch bekam. Schließlich hält die NFL die Rechte am Super Bowl und verkauft diese nicht ohne Grund teuer an Fernsehsender und Internet-Plattformen.

Doch nicht nur das mehrfache Bannen von Twitch hat Adin Ross genervt. Er beschwerte sich auch, dass Casino-Streamer wie er nicht mit einem größeren Anteil an den Werbeeinnahmen von Twitch beteilgit werden.

Schließlich zieht Ross mit seinen Streams zum Teil über 100.000 Viewers an – und die insgesamt mehr als 52 Millionen Views sprechen eine deutliche Sprache. Zudem wurden die Twitch-Richtlinien bezüglich Glücksspiel-Streams zuletzt wieder deutlich verschärft.

Kick bietet Adin Ross 150 Millionen Dollar

Die neue Streaming-Plattform Kick.com hingegen hat das monetäre Potenzial von Adin Ross erkannt – und ihm jetzt einen krassen Deal angeboten.

Unfassbare 150 Millionen US Dollar soll Ross von der Streaming-Plattform bekommen haben, damit er zu Kick wechselt. Dabei handelt es sich im die höchste Ablösesumme der Streaming-Geschichte

Wie kann sich das für Kick jeamls rechnen? Denn es macht natürlich einen Unterschied, wie hoch die Followerzahlen eines Streamers sind. Und da liegen zwischen dem (inzwischen gesperrten) Twitch-Account und dem Kick-Account von Adin Ross bislang noch Welten. 

Kommen die Follower rüber zu Kick?

Auf Twitch war Adin Ross ein Star. Mit mehr als 7,2 Millionen Followern auf der Streaming-Plattform gehört Ross zu einer der Größen in der Szene. Insgesamt hat Ross mehr als 52 Millionen Views auf seine Livestreams versammeln können.

Laut Twitchtracker hatten Adins Streams durchschnittlich 60.000 Zuschauer. Bei einigen lag er mit über 100.000 Viewern sogar weit darüber. Zahlen, die zeigen, dass die Ross Streams Leute anziehen. Kein Wunder also, dass Kick.com ihn haben wollte.

Doch auf dem Kick-Account von Ross sieht es bislang eher mau aus mit den Zahlen. Seit seinem Start auf der von Stake Casino finanzierten Streaming-Plattform konnte der Streamer gerade mal die Marke von 150.000 Followern knacken. Bisher ist Adin Ross also von seiner enormen Reichweite bei Twitch also noch weit entfernt.

Das hat Kick von dem Adin-Ross-Deal

Ein Streamer wie Adin Ross ist für Kick.com natürlich eine gute Werbung. Anders als Marktführer Twitch hat Kick in der breiten Öffentlichkeit noch keinen großen Bekanntheitsgrad und natürlich deshalb auch nicht deren Reichweite. Um sich beides zu verschaffen, sind solche Millionendeals wie mit Ross wichtig. Schließlich ziehen große Streamer auch viele neue „Content Creators“ an, was zusätzliche Inhalte für die Plattform bedeutet.

Die Streaming-Plattform kann dadurch wachsen. Ob sich der für den Wechsel von Ross eingesetzte Betrag von 150 Millionen US Dollar aber wirklich lohnt, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.

Kick.com ist in der breiten Masse der Streaming-Zuschauer noch nicht angekommen. Doch das dürfte sich in den kommenden Jahren ändern. Schließlich steckt hinter Kick kein geringeres Unternehmen als das Stake Casino. Und Stake ist mittlerweile bekannt dafür, Casino-Streamer mit ordentlich Geld auf ihre Plattform zu locken.

Bisher hat Adin Ross bei Kick allerdings noch nicht sonderlich viele Livestreams durchgeführt. Unter den wenigen waren aber bereits mehrere Casino-Streams zu finden. Nun ist zwar nicht bekannt, was der Vertrag von Ross beinhaltet – es ist aber gut möglich, dass ihm Kick aka Stake einige Vorgaben gemacht hat, welche Streams gerne gesehen werden würden.

Ein bitterer Beigeschmack bleibt 

Leider ist nicht alles eitel Sonnenschein – auch wenn es auf den ersten Blick so anmutet. Anders als Twitch ist Kick eine Streaming-Plattform ohne wirkliche Nutzungsbedingungen.

Dass Adin Ross auf eine andere Plattform wechselt, weil ihn Twitch mehrfach gebannt und ihm keinen Millionendeal angeboten hat, ist das Eine. Das Andere ist die Tatsache, dass Kick auch zahlreiche Spinner anzieht, die ihre Hassparolen in den Chats abziehen. Denn es ist bisher niemand da, der fragwürdige Inhalte moderiert.

Dies zieht natürlich auch die Qualität guter Livestreams runter – und hält vermutlich auch den einen oder anderen Follower von Kick fern. Wenn der Spaß an Casino-Streams durch miese und hasserfüllte Chat-Nachrichten gestört wird, das einen schlechten Einfluss auf die Community.

Es bleibt abzuwarten, wie Kick.com in Zukunft damit umgehen wird. Schließlich wird Stake Casino vermutlich weitere Streamer holen wollen, um Kick als Streaming-Plattform noch größer und wichtiger zu machen. Und das Geld, das in Streamer wie Adin Ross investiert wird, soll sich am Ende ja auch bezahlt machen.

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