Hast du dir jemals Gedanken darüber gemacht, wie sicher und vertrauenswürdig das Online-Casino ist, in dem du dein Glück versuchst? Denn die Anzahl der Online-Casinos steigt stetig – und mit ihr auch die Zahl der Betrugsfälle. Kriminelle nutzen vermehrt diese Plattformen, um Erlöse aus illegalen Aktivitäten zu verschleiern, insbesondere bei großen Events wie der Fußball-WM oder dem amerikanischen Super Bowl. Doch wie funktioniert Geldwäsche in Online-Casinos überhaupt?

Ganz wichtig: In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema und schauen uns genauer an, wie es zu einem Betrug dieser Größe kommen kann.

Bitte beachte, dass dieser Artikel einen rein informierenden Charakter hat und nicht zur Nachahmung illegaler Aktivitäten anregen soll.

Was ist Geldwäsche in Online-Casinos?

Geldwäsche in Online-Casinos bezeichnet den Prozess, bei dem illegal erwirtschaftete Erträge aus kriminellen Aktivitäten, wie beispielsweise Drogenhandel oder Terrorismusfinanzierung, durch eine Abfolge von Schritten verschleiert werden.

Dies geschieht mit gezielten Transaktionen von Geldern durch verschiedene Investitionen (der Kauf von Spielchips), Transaktionen (Auszahlung des Gewinns) und Transfers zwischen unterschiedlichen Bankkonten, auch als Referenzkonten bekannt.

Die Motivation hinter Geldwäsche in Online-Casinos besteht darin, die illegal erwirtschafteten Erträge zu legitimieren und sie vor den Augen der Finanzinstitute und Strafverfolgungsbehörden zu verbergen. Dies erschwert die Identifizierung und Nachverfolgung der kriminellen Aktivitäten, die diese Gelder generiert haben.

Das Hauptziel der Geldwäsche besteht somit darin, die Rückverfolgung von Geldern zu ihrer illegalen Quelle zu verschleiern und im besten Fall unmöglich zu machen, damit diese als legitimierte Transaktion in der legalen Wirtschaft verwendet werden können.

Wie funktioniert Geldwäsche durch Glücksspiel?

Die Methoden der Geldwäsche in Online-Casinos sind vielfältig und oft schwer zu erkennen. Eine häufige Vorgehensweise besteht jedoch darin, illegale Gelder in das Casino einzuzahlen und sie dann durch das Spielen von Glücksspielen zu „waschen“. Gewinne werden wiederum in bar abgehoben, scheinbar als legale Gewinne aus dem Casino.

Der Prozess der Geldwäsche läuft dabei in drei verschiedenen Phasen ab:

Phase 1: Platzierung

Zu Beginn platziert ein Spieler das schmutzige Geld auf seinem Online-Casino-Konto. Dies geschieht oft, indem Bargeld in Prepaid-Karten umgewandelt wird, die von Zahlungsdienstleistern akzeptiert werden, die keine strengen Identifizierungsnachweise verlangen.

Phase 2: Layering

Im nächsten Schritt bewegt das Casino das Geld. Ein Teil davon wird in Spiele wie Spielautomaten oder Tischspiele investiert. Dabei ist die Auswahl der Spiele entscheidend, um Verluste zu minimieren und die illegale Herkunft des Geldes zu verschleiern. Gewinne spielen keine Rolle, und ein kleiner Verlust wird in Kauf genommen.

Phase 3: Integration

In der abschließenden Phase der Geldwäsche wird das Geld in die legale Wirtschaft integriert. Dies geschieht durch scheinbar legitime Transaktionen und Investitionen, um das Geld zu legitimieren und es auf dem Papier als Teil regulärer wirtschaftlicher Aktivitäten erscheinen zu lassen.

⚠️ Das ist keine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Geldwäsche. Dieser Artikel dient nur zur Information. Durch Geldwäsche machst du dich strafbar.

Mangelnde Spieleridentifizierung begünstigt Geldwäsche

In Online-Casinos stellt insbesondere die mangelnde Identifizierung der Spieler eine erhebliche Schwachstelle dar, die die Geldwäsche begünstigt.

Das liegt vor allem an unzureichenden „Know Your Customer“-Maßnahmen. Grundsätzlich sind Spieler jedoch dazu verpflichtet, ihre Identität im Online-Casino zu bestätigen.

Der Umfang dieser Überprüfungen variiert allerdings je nach Glücksspiel-Lizenz und der ausstellenden Aufsichtsbehörde. Dies führt dazu, dass die Wirksamkeit dieser Identitätsüberprüfungen stark schwankt und unter Umständen nicht ausreichend ist, um Geldwäsche effektiv zu verhindern.

Auch fehlende Überprüfungen und Kontrollen zur Herkunft des Vermögens (Source of Wealth – SoW) und der Herkunft der Gelder (Source of Funds – SoF) begünstigen die Geldwäsche bei Online-Casinos.

Wenn SoW/SoF-Kontrollen demnach nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden oder gar fehlen, können Kriminelle Online-Casinos dazu nutzen, um ihre illegalen Vermögenswerte zu verschleiern. Dabei werden Gelder über anonyme Konten transferiert und als legitime Einnahmequellen getarnt.

Zudem bieten diese Schwachstellen nicht nur Kriminellen, sondern auch Minderjährigen die perfekte Eintrittskarte, um Zugriff auf Online-Glücksspiele zu erhalten.

Auch Mangel an Anti-Geldwäsche-Experten erhöht die Gefahr

Besonders die dürftigen Bestimmungen zur Spieleridentifizierung (KYC) und das Fehlen von SoW/SoF-Prüfungen sind oft Indikatoren dafür, dass Online-Casinos nicht über das erforderliche Fachpersonal von Anti-Geldwäsche-Beauftragten verfügen, um effektiv gegen Geldwäsche in Online-Casinos vorzugehen.

Anti-Geldwäsche-Beauftragte spielen dabei eine entscheidende Rolle und sind dafür verantwortlich, Anti-Geldwäsche-Maßnahmen in Online-Casinos zu entwickeln, umzusetzen und zu überwachen, damit ordnungsgemäß alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Diese Experten sind also darauf spezialisiert, verdächtige Transaktionen zu erkennen und zu melden, um die Geldwäsche effektiv zu bekämpfen.

Online-Casinos sollten deshalb verstärkt in die Prävention von Geldwäsche investieren, um gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen und die Branche zu schützen. Dies sichert nicht nur die Einhaltung der Vorschriften, sondern stärkt auch das Vertrauen der Spieler und fördert den langfristigen Erfolg als Glücksspielanbieter.

Wie Deutschland Geldwäsche in Online-Casinos eindämmt

Geldwäsche ist in Deutschland gemäß § 261 des Strafgesetzbuches (StGB) verboten. Und auch der Glücksspielstaatsvertrag regelt zusätzlich die Rahmenbedingungen zur Geldwäschebekämpfung.

Ebenso benötigen Online-Casinos gültige Lizenzen von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, welche die verschiedenen Spiele wie Poker, Slots und Sportwetten abdecken.

Das Gesetz verlangt dabei von den Glücksspielanbietern, dass Spieler sich nach der Registrierung im Online-Casino identifizieren müssen. Zentrale Datenbanken speichern dafür Spielerdaten, die von lizenzierten Casinos überprüft werden. Zusätzlich müssen Zahlungsanbieter gem. § 4 Abs. 1 Satz 2 Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) Warn- und Prüfpflichten erfüllen, obwohl die genaue Definition der Mitwirkung an unerlaubtem Glücksspiel unklar ist.

Das deutsche Glücksspielgesetz wird dabei, trotz einiger Kritikpunkte, auch international immer wieder für seine effektiven Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung gelobt. Einzahlungsbeschränkungen, Identitätsprüfungen und Ausweispflicht sowie die Verwendung zentraler Datenbanken erschweren hierzulande nämlich die Geldwäsche in Online-Casinos.

Fehlende BaFin-Regulierung in der Kritik

Ein bedeutendes Problem bei der Bekämpfung von Geldwäsche in Online-Casinos in Deutschland ist die fehlende Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

ℹ️ Im Gegensatz zu anderen Finanzinstituten unterliegen Online-Spielotheken in Deutschland nicht der direkten Aufsicht und Regulierung durch die BaFin.

Das Fehlen einer solchen Aufsichtsbehörde bedeutet dabei, dass es in der Vergangenheit womöglich Lücken in den Kontrollmechanismen gab, die zur Identifizierung und Verhinderung von Geldwäsche verwendet werden.

Um dieser Herausforderung zu begegnen und Geldwäsche in Online-Casinos effektiver zu bekämpfen, sind demnach verstärkte Bemühungen seitens der Regulierungsbehörden und der Gesetzgeber erforderlich. Unter anderem etwa in Form von neu eingeführten verschärften Vorschriften sowie einer angemessenen Aufsichtsstruktur.

Glücksspielsektor als besondere Herausforderung

Online-Glücksspiel-Plattformen bieten eine digitale Umgebung, die sowohl Vorteile als auch Herausforderungen in Bezug auf die Geldwäschebekämpfung birgt. Hier sind einige Faktoren, wie Online-Glücksspiel die Geldwäsche begünstigen kann:

  1. Anonymität: Online-Glücksspiel ermöglicht es den Spielern oft, anonym zu bleiben. Dies kann es Kriminellen erleichtern, Gelder in die Plattform einzubringen, ohne ihre Identität preiszugeben.
  1. Internationale Transaktionen: In Online-Casinos ziehen Spieler aus verschiedenen Ländern an, was internationale Geldbewegungen erleichtert und die Verfolgung von Geldwäsche erschweren kann.
  1. Komplexe Transaktionsmuster: Spieler tätigen häufig viele Transaktionen in kurzer Zeit, was es schwierig machen kann, verdächtige Muster zu erkennen.
  1. Digitale Währungen: Auch die Verwendung von Kryptowährungen wie Bitcoin kann die Geldwäsche in Online-Casinos weiter erleichtern, da diese oft schwerer rückverfolgbar sind.

Viele Anbieter haben bereits strenge Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen implementiert, um mögliche illegale Aktivitäten zu verhindern.

Dennoch ist wichtig, die potenziellen Risiken zu verstehen und angemessene Schritte als Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, damit das Online-Glücksspiel nicht als Instrument zur Geldwäsche missbraucht werden kann.

So groß ist der Schaden durch Geldwäsche

Nach neuesten Schätzungen des Bundesfinanzministeriums gelangen jährlich etwa 200 Milliarden Euro durch Geldwäsche nach Deutschland, was rund fünf Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung bedeuten würde.

Die deutsche Regierung ordnet das Glücksspiel und Online-Glücksspiel deshalb selbst unter Berücksichtigung des Geldwäsche-Risikoberichts in die höchste Risikostufe ein.

Trotz zahlreicher Maßnahmen und Institutionen fehlt es nämlich weiterhin an effektiver Bekämpfung, da die Verantwortung zwischen den Behörden lediglich hin- und hergeschoben wird.

Im Jahr 2020 stellte der Bundesrechnungshof (BGH) zudem offiziell fest, dass Geldwäsche außerhalb des Finanzsektors in Deutschland vernachlässigt wird. Zudem forderte er die EU-Kommission Deutschland im Februar 2021 auf, den Verpflichtungen zur Geldwäschebekämpfung nachzukommen.

Trotz des neuen Glücksspielstaatsvertrags von 2021 hoffen die Bundesländer hauptsächlich auf Steuereinnahmen, während die Bekämpfung von Geldwäsche zwischen den Ländern und der BaFin vernachlässigt wird. Die BaFin sieht sich jedoch nicht für die Unterbindung dieser Zahlungen verantwortlich. Laut BaFin soll die Glücksspielaufsicht selbst bestimmen, welche Anbieter als legal eingestuft werden können.

Zudem erschwert die Zwischenschaltung von verschiedenen Zahlungsdienstleistern, dass Geldwäsche als solche identifiziert und unterbunden werden erheblich. Geldwäscher nutzen beispielsweise häufig eine Abfolge verschiedener Zahlungsmittel, wodurch die Verfolgung der Geldströme oft nur bis zu den Dienstleistern möglich ist und nicht bis zu den eigentlichen Online-Casinos.

Auch neuer Glücksspielstaatsvertrag bringt keine Fortschritte

Der Glücksspielstaatsvertrag von 2021 hat zwar einige Fortschritte bei der Regulierung des Online-Glücksspiels in Deutschland gebracht, aber auch dieser ist keine optimale Lösung für das Problem der Geldwäsche. Trotz strengerer Vorschriften und Kontrollmechanismen sind immer noch Lücken und Herausforderungen vorhanden.

Nachfolgend etwa einige Defizite des Glücksspielstaatsvertrags von 2021, welche sich nachteilig auf die Geldwäschebekämpfung in Deutschland auswirken:

  1. Fragmentierte Aufsichtsstruktur: Der Staatsvertrag verteilt die Zuständigkeiten zur Aufsicht über Online-Glücksspielanbieter auf die einzelnen Bundesländer, was zu einer zersplitterten Aufsichtsstruktur führt und die Effizienz der Geldwäschebekämpfung behindern kann.
  2. Mangelnde Überwachung von Transaktionen: Der Vertrag enthält keine klaren Bestimmungen zur umfassenden Überwachung von Finanztransaktionen in Online-Casinos, was die Identifizierung verdächtiger Geldflüsse erschwert.
  3. Unklare Regeln für Zahlungsdienstleister: Der Staatsvertrag bietet wenig Klarheit darüber, wie Zahlungsdienstleister dazu verpflichtet sind, Zahlungen im Zusammenhang mit Online-Glücksspiel zu überwachen und zu verhindern, insbesondere wenn es um Geldwäsche geht.
  4. Fehlende Sanktionen: Es mangelt an klaren und wirksamen Sanktionen für Online-Casinos, die gegen Geldwäschebestimmungen verstoßen, und dies kann dazu führen, dass Verstöße nicht angemessen geahndet werden.
  5. Begrenzte Identitätsprüfung: Obwohl eine Identitätsprüfung der Spieler vorgeschrieben ist, sind die Anforderungen nicht ausreichend einheitlich und könnten in der Praxis Lücken aufweisen.
  6. Schwache internationale Kooperation: Da Geldwäsche häufig grenzüberschreitend erfolgt, ist die mangelnde Kooperation und Koordination mit anderen Ländern ein Problem, das im Staatsvertrag nicht ausreichend angegangen wird.
  7. Hohe Einzahlungslimits: Die im Staatsvertrag festgelegten Einzahlungslimits von 1.000 Euro pro Monat könnten immer noch ausreichen, um größere Geldbeträge zu waschen, wenn Kriminelle zusammenarbeiten.
  8. Fehlende Transparenz: Es mangelt weiterhin an Transparenz in Bezug auf die tatsächliche Umsetzung der Geldwäschevorschriften in den einzelnen Bundesländern.

Fazit zu Online-Casinos und Geldwäsche

Insgesamt ist die Geldwäsche in Online-Casinos ein wachsendes Problem, das verstärkte Aufmerksamkeit und Maßnahmen erfordert. Die Lösungen für die Zukunft liegen am Ende jedoch insbesondere in einer besseren Identifizierung der Spieler, verstärkter Transaktionsüberwachung, strengeren Regulierungen, internationaler Zusammenarbeit sowie einer transparenten Umsetzung der Vorschriften.

Online-Casinos sollten demnach auch bestenfalls intern in Anti-Geldwäsche-Experten investieren und einheitliche Standards für Identitätsprüfungen etablieren. Nur mittels einer ganzheitlichen Herangehensweise kann die Integrität der Glücksspielindustrie bewahrt und so dafür gesorgt werden, dass sie nicht länger als Instrument zur Geldwäsche missbraucht wird.

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