Ja – ich bin selbst schon mehr als einmal an einem Feiertag vor der Spielo gestanden und hab mir gedacht: „Echt jetzt?“ Die Wahrheit ist: Dieses Regelchaos aus Sperrzeiten, Feiertagsverboten und Bundesland-Sonderregelungen blickt kein Mensch auf Anhieb. Nicht mal die Betreiber selbst sind sich immer sicher.
Sperrzeiten in allen 16 Bundesländern im Überblick
Die Frage „Ist heute Spielautomatenverbot?“ lässt sich leider nie pauschal beantworten. Jedes Bundesland regelt in seinem Landesglücksspielgesetz eigenständig, wann Spielhallen öffnen dürfen und wann nicht. Die sogenannte Sperrzeit ist dabei die Zeitspanne, in der Spielotheken zwingend geschlossen bleiben müssen.
Wichtig: Diese Zeiten sind gesetzliche Mindestanforderungen. Eine Spielhalle darf jederzeit kürzer geöffnet haben als erlaubt – aber niemals länger. In der Praxis öffnen manche Spielotheken später oder schließen früher als gesetzlich nötig. Ein kurzer Anruf bei deiner Spielo spart im Zweifel den Weg.
| Bundesland | Sperrzeit Spielhalle | Sperrzeit Gastro | Dauer |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 0–6 Uhr | 3–6 Uhr | 6 Std. |
| Bayern | 3–6 Uhr | 5–6 Uhr | 3 Std. |
| Berlin | 3–11 Uhr | 5–6 Uhr | 8 Std. |
| Brandenburg | 3–9 Uhr | 3–9 Uhr | 6 Std. |
| Bremen | 2–6 Uhr | 2–6 Uhr | 4 Std. |
| Hamburg | 5–12 Uhr | 5–6 Uhr | 7 Std. |
| Hessen | 4–10 Uhr | 5–6 Uhr | 6 Std. |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2–8 Uhr | 2–8 Uhr | 6 Std. |
| Niedersachsen | 0–6 Uhr | 0–6 Uhr | 6 Std. |
| Nordrhein-Westfalen | 1–6 Uhr | 5–6 Uhr | 5 Std. |
| Rheinland-Pfalz | 2–8 Uhr | 2–8 Uhr | 6 Std. |
| Saarland | 4–10 Uhr | 4–10 Uhr | 6 Std. |
| Sachsen | 23–6 Uhr | 23–6 Uhr | 7 Std. |
| Sachsen-Anhalt | 3–6 Uhr | 3–6 Uhr | 3 Std. |
| Schleswig-Holstein | 5–10 Uhr | 5–10 Uhr | 5 Std. |
| Thüringen | 1–9 Uhr | 1–9 Uhr | 8 Std. |
Bei diesen Online-Spielos ist nie Spielautomaten-Verbot
Was die Tabelle nicht zeigt: die Details pro Bundesland
Die Sperrzeiten-Tabelle liefert den schnellen Überblick. Aber das deutsche Glücksspielrecht wäre nicht das deutsche Glücksspielrecht, wenn es nicht in jedem Bundesland noch Besonderheiten gäbe.
Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg greift die Sperrzeit von Mitternacht bis 6 Uhr morgens – eine der frühesten „Sperrstunden“ bundesweit. In Kneipen und Gaststätten starten die Sperrzeiten erst um 3 Uhr. In Kurorten müssen Gastro-Automaten sogar schon ab 2 Uhr abgeschaltet werden. An Sonntagen kann es je nach Gemeinde zusätzliche Einschränkungen während der Gottesdienstzeiten geben. Der Automatenverband Baden-Württemberg hat allerdings klargestellt, dass die Feiertagsgesetz-Regelungen laut Anwendungshinweisen des Wirtschaftsministeriums für Spielhallen nicht gelten – hier greifen die spezialgesetzlichen Regelungen des Landesglücksspielgesetzes.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag, Heiligabend und erster Weihnachtsfeiertag.
Bayern
Die reguläre Sperrzeit von 3 bis 6 Uhr klingt harmlos – aber das Spielhallengesetz des Freistaats Bayern macht es über die Feiertagsschiene wieder wett. An allen Sonn- und Feiertagen sind Spielhallen zusätzlich zwischen 7 und 11 Uhr geschlossen, weil in dieser Zeit der Hauptgottesdienst stattfindet. An sogenannten stillen Feiertagen müssen die Automaten sogar schon ab 2 Uhr morgens schweigen, eine Stunde früher als üblich.
Komplett geschlossen: Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Allerheiligen, Buß- und Bettag, Volkstrauertag, Totensonntag und Heiligabend. Das sind neun Tage – Rekord in Deutschland.
Berlin
Die Hauptstadt hat mit acht Stunden Sperrzeit (3 bis 11 Uhr) eine der längsten Pausen in Deutschland. Positiv ist, dass es in Kneipen und Gaststätten nur eine einzige Stunde Sperrzeit (5 bis 6 Uhr) gibt, was Berlin für Gastro-Zocker deutlich attraktiver macht. Die Feiertagsliste ist dafür überschaubar. Hier geht es zum Text des Berliner Spielhallengesetzes.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, Heiligabend und erster Weihnachtsfeiertag.
Brandenburg
Die Sperrzeit von 3 bis 9 Uhr gilt gleichermaßen für Spielhallen und Gaststätten – ein Ausweichen auf die Kneipe ist hier also nicht möglich. An Sonn- und Feiertagen verlängert sich das Spielverbot zusätzlich bis 11 Uhr. Das Spielhallengesetz kann konkret hier nachgelesen werden.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag und Heiligabend – nur vier Tage.
Bremen
Im kleinsten Bundesland gilt durch das Bremische Spielhallengesetz eine Sperrzeit von 2 bis 6 Uhr, und zwar ohne Unterschied zwischen Spielhalle und Gaststätte. An Heiligabend darf immerhin bis 14 Uhr geöffnet bleiben.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag und erster Weihnachtsfeiertag.
Hamburg
Hamburg leistet sich als einziges Bundesland eine Zwei-Klassen-Regelung. Die reguläre Sperrzeit läuft von 5 bis 12 Uhr – satte sieben Stunden. Auf der Reeperbahn und am Steindamm gelten Sonderregeln: Hier müssen Spielhallen nur zwischen 6 und 9 Uhr pausieren. In Gaststätten gilt die übliche Minimal-Sperrzeit von 5 bis 6 Uhr.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, Heiligabend und erster Weihnachtsfeiertag.
Tipp
Wer in Hamburg wohnt und am Abend noch eine Runde drehen will, sollte die Reeperbahn-Zone im Kopf behalten. Die drei Stunden kürzere Sperrzeit dort sind kein Zufall – sie tragen der besonderen Vergnügungskultur des Viertels Rechnung. Aber Achtung: Auch dort gelten die Feiertagsverbote ohne Ausnahme.
Hessen
In Hessen laufen die Sperrzeiten von 4 bis 10 Uhr. Das Besondere: Spielhallenbetreiber können bei der zuständigen Behörde Ausnahmen beantragen und die sechs Stunden Pflichtpause zeitlich verschieben, solange die Gesamtdauer eingehalten wird. Nicht jede Spielo in Hessen hat also zwingend die gleichen Öffnungszeiten. Wer es genauer wissen will, kann sich das Hessische Spielhallengesetz zu Gemüte führen.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, Heiligabend und erster Weihnachtsfeiertag. Am Karsamstag öffnen die Spielhallen erst um 11 Uhr.
Mecklenburg-Vorpommern
Von 2 bis 8 Uhr bleibt alles zu – ohne Ausnahme für Gaststätten. Die sechs Stunden Sperrzeit werden strikt eingehalten, ebenso auch die Spielautomatenverbote an Feiertagen wie es die rechtliche Grundlage in Mecklenburg-Vorpommern vorsieht.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag und Heiligabend.
Niedersachsen
Niedersachsen gehört zu den strengsten Bundesländern: Die Sperrzeit startet bereits um Mitternacht und läuft bis 6 Uhr. Auch in Gaststätten und Kneipen gelten identische Zeiten – Ausweichmöglichkeiten gibt es nicht. An Sonntagen und christlichen Feiertagen kommt zusätzlich eine Sperre von 7 bis 11 Uhr dazu.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag.
Nordrhein-Westfalen
Im bevölkerungsreichsten Bundesland gilt die Sperrzeit von 1 bis 6 Uhr. Die Gastronomie kommt mit nur einer Stunde (5 bis 6 Uhr) deutlich besser weg. Bemerkenswert ist die Sonderregel für den Volkstrauertag: In NRW dürfen Spielhallen an diesem Tag ab 13 Uhr öffnen – das ist bundesweit einzigartig. Alle Regelungen können hier transparent eingesehen werden.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Allerheiligen, Totensonntag und Heiligabend.
Rheinland-Pfalz
Die Sperrzeit von 2 bis 8 Uhr gilt ohne Ausnahme auch für die Gastronomie. Auffällig: Das Gesetz in Rheinland-Pfalz verbietet als eines der wenigen Bundesländer das Spielen auch an Ostersonntag. An Heiligabend darf bis 11 Uhr gespielt werden.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Ostersonntag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag und erster Weihnachtsfeiertag – sechs Tage.
Saarland
Im Rahmen des Landesspielhallengesetzes des Saarlandes dürfen Spielhallen vergleichsweise lange öffnen: Erst um 4 Uhr wird geschlossen, ab 10 Uhr geht es weiter. Sonderregeln für die Gastronomie gibt es allerdings nicht. An Heiligabend ist bis 14 Uhr geöffnet, an Allerheiligen und am Buß- und Bettag geht es ab 18 Uhr wieder los.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag.
Sachsen
Sachsens Landesgesetz hat die früheste Sperrzeit aller Bundesländer: Bereits um 23 Uhr ist Schluss, erst um 6 Uhr morgens geht es weiter. Das sind sieben Stunden Pause – und der Abend ist spätestens um 23 Uhr gelaufen. Bemerkenswert: Weihnachten wird in Sachsen nicht als Sperrtag behandelt.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag und Buß- und Bettag.
Sachsen-Anhalt
Das liberalste Bundesland für Spielhallen-Gänger: Nur drei Stunden Sperrzeit (3 bis 6 Uhr) und nur ein einziger ganztägig gesperrter Feiertag.
Hier gibt es zum entsprechenden Gesetz in Sachsen-Anhalt.
Komplett geschlossen: Karfreitag – das war’s.
Schleswig-Holstein
Der hohe Norden erlaubt das Spielen bis 5 Uhr morgens, ab 10 Uhr geht es weiter. Die Feiertagsregelungen in Schleswig-Holstein sind extrem liberal: Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, in dem am Karfreitag eingeschränkter Betrieb möglich ist – allerdings ohne Musik und unter Auflagen. Ein generelles Spielverbot gilt nur am Volkstrauertag.
Komplett geschlossen: Volkstrauertag – nur ein Tag.
Thüringen
Acht Stunden Sperrzeit (1 bis 9 Uhr) und keine Ausnahmen für Gaststätten – das macht Thüringen zusammen mit Berlin zum Bundesland mit der längsten täglichen Zwangspause. In katholischen Gemeinden ist zusätzlich auch an Allerheiligen Schluss. Nachzulesen im Thüringischen Landesspielhallengesetz.
Komplett geschlossen: Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag.
Stille Feiertage: Wann geht wirklich gar nichts?
Neben den regulären Sperrzeiten gibt es in Deutschland sogenannte „stille Feiertage“ oder „stille Tage“. An diesen Tagen sind nicht nur Spielhallen geschlossen – auch Tanzveranstaltungen, laute Musik und andere öffentliche Vergnügungen sind untersagt. Der Grund: Diese Tage haben in der christlichen oder staatlichen Tradition eine besondere Bedeutung, der nicht durch Entertainment-Angebote widersprochen werden soll.
Die drei Feiertage, die in praktisch allen Bundesländern ein komplettes Spielverbot nach sich ziehen, sind Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag. Darüber hinaus sieht es je nach Bundesland sehr unterschiedlich aus.
| Feiertag | Komplett gesperrt in | Teilweise gesperrt/offen in |
|---|---|---|
| Karfreitag | Alle außer SH | SH (eingeschränkt, ohne Musik) |
| Volkstrauertag | Alle außer NRW | NRW (ab 13 Uhr offen) |
| Totensonntag | Alle | – |
| Heiligabend | BW, BY, BE, BB, HB, HH, HE, MV | RP (bis 11 Uhr), SL (bis 14 Uhr), HB (bis 14 Uhr) |
| 1. Weihnachtsfeiertag | BW, BE, HB, HH, HE, NRW, RP | Andere: reguläre Sperrzeiten |
| Allerheiligen | BW, NRW, RP, TH (kath.) | BY (ab 2 Uhr), SL (ab 18 Uhr) |
| Buß- und Bettag | BW, BY, SN | Andere: normal geöffnet |
| Aschermittwoch | BY | Alle anderen: normal geöffnet |
| Gründonnerstag | BY | Alle anderen: normal geöffnet |
| Karsamstag | BY | Einige: eingeschränkt |
| Ostersonntag | RP | Andere: reguläre Sperrzeiten |
Aufgepasst
Die Tabelle gibt den allgemeinen Stand wieder. In einzelnen Gemeinden – besonders in katholisch geprägten Regionen von Baden-Württemberg und Bayern – können zusätzliche Einschränkungen während der Hauptgottesdienstzeiten (in der Regel 7 bis 11 Uhr) gelten. Ruf im Zweifel bei deiner Spielothek an, bevor du losfährst.
Gastro-Automaten: Die Kneipe als Ausweichoption?
Nicht wenige Spieler weichen auf Gaststätten und Kneipen aus, wenn die Spielhalle geschlossen hat. In vielen Bundesländern gelten für sogenannte Gastro-Automaten – also Geldspielgeräte in gastronomischen Betrieben – tatsächlich deutlich kürzere Sperrzeiten. In Berlin etwa beträgt die Gastro-Sperrzeit nur eine Stunde (5 bis 6 Uhr), während Spielhallen volle acht Stunden dicht sind.
Aber Vorsicht: Nicht überall funktioniert das Ausweichmanöver. In Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gelten für die Gastronomie identische Sperrzeiten wie für Spielhallen. Und an den stillen Feiertagen müssen auch Gastro-Automaten abgeschaltet werden – ohne Ausnahme.
Tipp
Wenn du in Berlin, Hamburg, Hessen, NRW oder Bayern wohnst, lohnt sich der Blick auf die Gastro-Spalte in der Tabelle oben. Hier gibt es teils erhebliche Unterschiede zwischen Spielhallen- und Gastro-Sperrzeiten. Frag in deiner Stammkneipe nach, ob dort Automaten stehen – das kann dir an manchen Abenden den Weg in die Spielo ersparen.
Spielhallensterben 2026: Warum es immer weniger Spielos gibt
Wenn du in letzter Zeit das Gefühl hast, dass immer mehr Spielhallen in deiner Gegend dichtmachen – du bildest dir das nicht ein. Seit dem Glücksspielstaatsvertrag von 2012 und besonders seit der Neuregulierung 2021 schrumpft die Spielhallenlandschaft in Deutschland kontinuierlich. Die zwei Hauptgründe: Das Verbot von Mehrfachkonzessionen und strenge Mindestabstandsregelungen.
Mehrfachkonzessionen – also mehrere Spielhallen unter einem Dach oder im selben Gebäudekomplex – sind in den meisten Bundesländern inzwischen verboten. In einigen Ländern laufen gerade die letzten Übergangsfristen aus: In Thüringen sind Mehrfachkonzessionen seit dem 1. Januar 2026 nicht mehr erlaubt. In Bayern laufen viele Erstbefristungen im Laufe des Jahres 2026 aus, Verlängerungen sind bis 2031 möglich. Gleichzeitig müssen Spielhallen je nach Bundesland zwischen 100 und 500 Meter Abstand zueinander und zu Kinder- und Jugendeinrichtungen halten.
Das Ergebnis: Weniger Standorte, längere Wege, und für dich als Spieler noch wichtiger, vorher zu wissen, ob die nächste Spielo überhaupt noch existiert. Ein Anruf spart doppelt – du checkst die Öffnungszeiten und erfährst nebenbei, ob der Laden noch steht.
Heute ist Spielautomatenverbot? Online-Alternativen ohne Sperrzeiten
Wenn die Spielhalle dicht ist – ob wegen Sperrzeit, stillem Feiertag oder Schließung – bleibt die naheliegende Alternative: Online-Spielotheken. Dort gibt es keine Sperrzeiten und keine Feiertagsverbote. Du kannst rund um die Uhr spielen, egal ob Karfreitag, Totensonntag oder drei Uhr nachts.
Aber „keine Sperrzeiten“ heißt nicht „keine Regeln“. In Deutschland lizenzierte Online-Spielotheken unterliegen seit dem GlüStV 2021 eigenen Einschränkungen: maximal 1.000 € Einzahlung pro Monat (anbieterübergreifend), ein Euro maximaler Einsatz pro Spin, Pflichtpause nach 60 Minuten Spielzeit, kein Autoplay und keine progressiven Jackpots. Wer sich daran stört, weicht häufig auf Anbieter mit Malta- oder Curaçao-Lizenzen aus – dort gibt es mehr Freiheiten, aber du bewegst dich außerhalb der deutschen Regulierung.
Aufgepasst
Dass Online-Casinos keine Sperrzeiten haben, ist gleichzeitig ihr größter Vorteil und ihr größtes Risiko. Wer merkt, dass er um drei Uhr nachts nicht aufhören kann, sollte die Panik-Taste nutzen, die jedes in Deutschland lizenzierte Casino anbieten muss.
An Karfreitag, dem Volkstrauertag und am Totensonntag sind die Spielautomaten in fast allen Bundesländern gesperrt. Die kürzeste Sperrzeit haben Sachsen-Anhalt und Bayern mit jeweils drei Stunden. Das liberalste Bundesland ist mit nur einem Sperrtag im Jahr Schleswig-Holstein. Generell gilt, dass alle Online-Spielotheken 24/7 verfügbar sind, hier gelten die Regeln des GlüStV, der aber keinerlei Sperrzeiten vorsieht.
FAQ: Die häufigsten Fragen zu Spielautomatenverboten
Gibt es in Deutschland eine 24-Stunden-Spielothek?
Nein. In ausnahmslos allen 16 Bundesländern gelten gesetzliche Sperrzeiten für Spielhallen. Eine Spielothek, die rund um die Uhr geöffnet hat, gibt es in Deutschland nicht – und wäre illegal. Google-Einträge, die 24/7-Öffnungszeiten für einzelne Spielhallen anzeigen, sind nachweislich falsch.
Darf ich in der Kneipe spielen, wenn die Spielhalle zu ist?
Kommt auf dein Bundesland an. In Berlin, Hamburg, NRW, Bayern und Hessen gelten für Gastro-Automaten deutlich kürzere Sperrzeiten. In Brandenburg, Sachsen oder Thüringen dagegen gibt es keinen Unterschied – dort gelten identische Zeiten.
Was passiert, wenn eine Spielhalle trotz Verbot geöffnet hat?
Das Ordnungsamt ist für die Kontrolle zuständig. Verstöße gegen Sperrzeiten oder Feiertagsverbote sind Ordnungswidrigkeiten und können mit empfindlichen Bußgeldern belegt werden. In der Praxis wird allerdings nicht in jedem Bundesland gleich streng kontrolliert.
Gelten die Sperrzeiten auch für staatliche Spielbanken?
Spielbanken (also die großen Casinos mit Roulette, Poker und Co.) unterliegen eigenen Regelungen, die sich von denen für Spielhallen unterscheiden. Die Sperrzeiten und Feiertagsregelungen in diesem Artikel beziehen sich auf gewerbliche Spielhallen und Spielotheken.
Ist am 01. Mai Spielautomatenverbot?
Nein. Am 01. Mai ist kein Spielautomatenverbot.
