Geld verdienen bei Kick: Was Streamer wirklich kassieren – und was nicht

95 % der Abo-Einnahmen für dich, null Prozent Garantie auf Erfolg.

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Redakteur: Steffen
aktualisiert am 27.03.2026
Expertencheck: Chiara
von echten Spielern

Auf einen Blick

  • Kick zahlt Streamern 95 % der Abo-Einnahmen – bei Twitch sind es oft nur 50 %. Pro 100 Abonnenten bleiben dir auf Kick rund 475 USD, auf Twitch nur 250 USD.
  • Seit März 2025 bekommen Casino-Streamer kein Stundengeld mehr aus dem Kick Partner Program. Die 16-USD-Vergütung pro Stunde gilt nicht mehr für die Kategorie „Slots & Casino".
  • Casino-Streaming auf Kick ist für deutsche Streamer ein juristisches Minenfeld: Die GGL geht aktiv gegen Glücksspiel-Werbung auf Streaming-Plattformen vor – auch gegen Streamer mit Sitz im Ausland.

Kick ist die Plattform, die am meisten Kohle pro Abo rausrückt. Aber wenn du glaubst, du streamst zwei Wochen lang und kaufst dir davon einen neuen Gaming-Stuhl, hast du die Rechnung ohne den Algorithmus gemacht.

Und wer hier als Deutscher Casino-Slots drehen will, muss sich mit einer Regulierungsbehörde anlegen, die mittlerweile auch Streamer im Ausland auf dem Kieker hat. Was wirklich drin ist – und wo die Fallstricke lauern – das schauen wir uns jetzt an.

Kick vs. Twitch: Warum so viele Streamer wechseln

Kick wurde Ende 2022 in Melbourne gegründet und ist seitdem zur viertgrößten Streaming-Plattform der Welt aufgestiegen – hinter YouTube, TikTok und Twitch. Hinter der Plattform stehen mit Bijan Tehrani und Ed Craven dieselben Köpfe, die auch das Krypto-Casino Stake.com betreiben. Das ist kein Zufall, sondern erklärt ziemlich viel über die DNA der Plattform.

Der Hauptgrund für den Wechsel vieler Creator ist simpel: Kick bietet einen 95/5-Revenue-Split bei Abonnements. Für jedes 4,99-USD-Abo bekommst du als Streamer 4,74 USD. Bei Twitch liegt der Standard-Split bei 50/50 – das sind nur 2,50 USD pro Abo. Selbst wer bei Twitch einen besseren Deal aushandelt (bis zu 70/30 für Top-Partner), kommt nicht annähernd an Kicks Konditionen ran.

Dazu kommt: Kick verlangt keine Exklusivität. Du kannst parallel auf Twitch, YouTube oder anderen Plattformen streamen. Das ist ein großer Unterschied zu Twitch, wo Partner in der Vergangenheit an Exklusivverträge gebunden waren. Allerdings gibt es auch hier einen Haken: Wer auf Kick multistreamt, verdient laut Creator-Berichten rund 30 % weniger im Partner-Programm als bei exklusiven Streams.

So funktioniert das Kick Partner Program

Das Kick Partner Program – früher „Kick Creator Incentive Program“ (KCIP) – ist der zentrale Weg, um auf der Plattform Geld zu verdienen. Es gliedert sich in mehrere Stufen.

Für den Einstieg als Creator brauchst du vergleichsweise wenig: fünf Stunden gestreamte Inhalte insgesamt, keine Mindest-Zuschauerzahl und keinen Mindest-Durchschnitt an Viewern. Bei Twitch sind die Affiliate-Hürden deutlich höher – dort brauchst du acht Stunden Streaming an sieben verschiedenen Tagen, durchschnittlich drei Zuschauer und 50 Follower.

Für den Partner-Status musst du auf Kick mindestens 25 Abonnenten und 250 Follower vorweisen. Den vollen Partner-Status mit allen Vorteilen gibt es ab 75 durchschnittlichen Zuschauern. Sobald du drin bist, schaltest du Monetarisierungstools frei: Abo-Einnahmen mit dem 95/5-Split, Kicks (Trinkgelder), und – je nach Kategorie – eine leistungsbasierte Vergütung.

Die Auszahlung erfolgt wöchentlich, was ein klarer Vorteil gegenüber Twitch ist, wo Partner monatlich bezahlt werden. Bevor du die erste Auszahlung bekommst, musst du allerdings eine KYC-Verifizierung (Know Your Customer) durchlaufen und einen Mindestauszahlungsbetrag erreichen.

kpp ist kein stundenlohn

Trotz Gerüchten über „16 Dollar pro Stunde“ ist das Kick Partner Program keine garantierte Bezahlung. Die leistungsbasierte Vergütung berechnet sich aus organischen Zuschauern multipliziert mit Streaming-Stunden und einem variablen Ratenmultiplikator. Kick behält sich vor, Raten anzupassen oder Auszahlungen bei „System-Reviews“ zu pausieren. Ende 2025 berichteten mehrere Streamer über unerwartet niedrige Auszahlungen – Kick-CEO Ed Craven dementierte offizielle Kürzungen.

Welche Einnahmequellen gibt es auf Kick?

Die Abo-Einnahmen sind das Fundament, aber nicht die einzige Möglichkeit, auf Kick Geld zu verdienen. Hier ein Überblick über die verschiedenen Einkommensströme.

Abonnements sind deine stabilste Einnahmequelle. Kick bietet aktuell ein einheitliches Abo-Modell zu 4,99 USD, ohne verschiedene Stufen. Von jedem Abo behältst du 4,74 USD. Ein Streamer mit 1.000 aktiven Abonnenten kommt damit auf rund 4.740 USD brutto pro Monat – allein durch Abos.

Kicks (Trinkgelder) funktionieren wie Bits bei Twitch. Zuschauer können dir ab einem Dollar Trinkgeld schicken, und du behältst 100 % davon – keine Plattformgebühr. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von sieben Tagen. Wie viel dabei rumkommt, hängt stark von deiner Persönlichkeit und der Bindung zu deiner Community ab. Streamer, die aktiv auf den Chat eingehen und eine persönliche Atmosphäre schaffen, verdienen deutlich mehr durch Trinkgelder.

Sponsoring und Deals sind für größere Streamer oft die lukrativste Einnahmequelle. Marken – ob Gaming-Peripherie, Getränkehersteller oder eben auch Casinos – zahlen für Produktplatzierungen und exklusive Partnerschaften. Diese Einnahmen laufen komplett außerhalb der Plattform und sind Verhandlungssache. Ein Streamer mit 150 durchschnittlichen Zuschauern berichtete von monatlichen Gesamteinnahmen zwischen 3.200 und 4.100 USD im vierten Quartal 2025 – ein großer Teil davon kam nicht über die Plattform selbst.

Affiliate-Links funktionieren auf Kick genauso wie überall: Du empfiehlst Produkte oder Dienste und kassierst eine Provision pro Verkauf. In der Praxis nutzen das viele Streamer für Gaming-Equipment, Software oder – im Gambling-Bereich – für Casino-Referral-Links.

YouTube-Recycling ist ein unterschätzter Kanal. Wer seine Kick-Streams als Highlights, Clips oder Best-of-Videos auf YouTube hochlädt, baut parallel eine zweite Einnahmequelle auf. Laut internen Kick-Daten wuchsen Creator, die innerhalb von 24 Stunden VODs speicherten und Clips posteten, mehr als dreimal schneller in ihrem ersten Monat.

Was verdienen Kick-Streamer wirklich?

Genaue Daten zu den Verdiensten einzelner Kick-Streamer sind rar. Laut Branchenschätzungen liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Kick-Streamers in den USA bei rund 66.800 USD – aber dieser Durchschnitt ist stark verzerrt, weil einige wenige Top-Creator extrem viel verdienen.

Realistischer ist ein Blick auf verschiedene Größenordnungen. Ein kleiner Streamer mit 50 aktiven Abonnenten kommt allein über Abos auf rund 237 USD im Monat. Dazu kommen vielleicht ein paar Kicks und – mit Glück – ein kleiner Sponsoring-Deal. Bei 500 Abonnenten reden wir schon von fast 2.400 USD monatlich nur über die Plattform, bei 1.000 Abos von rund 4.740 USD.

Der direkte Vergleich macht den Unterschied deutlich: Bei gleicher Abonnentenzahl verdienst du auf Kick fast doppelt so viel wie auf Twitch. Bei 1.000 Abos sind das rund 2.240 USD mehr pro Monat auf Kick. Über ein Jahr summiert sich das auf knapp 27.000 USD Differenz.

Aber Twitch hat einen Vorteil, den man nicht wegdiskutieren kann: die schiere Größe der Nutzerbasis. Mehr Zuschauer bedeuten mehr potenzielle Abonnenten. Wer auf Twitch 5.000 Abos hat, verdient trotz des schlechteren Splits mehr als jemand mit 2.000 Abos auf Kick. Die Frage ist also nicht nur „wo bekomme ich mehr pro Abo?“, sondern „wo erreiche ich mehr Leute?“

Wer es sich leisten kann, fährt die beste Strategie: auf beiden Plattformen gleichzeitig streamen und die jeweiligen Stärken mitnehmen.

Casino-Streaming auf Kick: Die Sondersituation

Casino-Content ist seit der Gründung ein zentraler Bestandteil von Kick – und gleichzeitig der umstrittenste. Die Kategorie „Slots & Casino“ gehört zu den drei meistgesehenen auf der Plattform, direkt hinter „Just Chatting“ und IRL-Streams. Das ist wenig überraschend, wenn man bedenkt, wer die Plattform gegründet hat.

Seit Februar 2025 gelten allerdings strengere Regeln: Gambling-Streams dürfen nur noch von Seiten gezeigt werden, die eine Altersverifikation per Ausweisdokument durchführen. Plattformen ohne ID-Check sind seitdem tabu. Das klingt nach einem Schritt Richtung Spielerschutz – wurde von Teilen der Community aber auch als Maßnahme kritisiert, die vor allem der hauseigenen Plattform Stake nützt.

Noch einschneidender war die Entscheidung im März 2025: Kick hat die leistungsbasierte Stundenvergütung für die Kategorie „Slots & Casino“ komplett gestrichen. Wer Casino-Content streamt, bekommt kein Stundengeld mehr aus dem Partner-Programm – egal ob auf Stake oder einer anderen Plattform. Die Community-Reaktion war überraschend gelassen: Die meisten Streamer sahen es als richtigen Schritt und verwiesen darauf, dass Glücksspiel kein Content sei, für den man pro Stunde bezahlt werden sollte.

Casino-Streamer können also weiterhin durch Abos, Kicks und externe Deals Geld verdienen. Die direkte Plattformvergütung für stundenbasiertes Streaming fällt aber weg.

Casino-Streaming aus Deutschland: Was sagt das Gesetz?

Hier wird es für deutsche Streamer heikel. Und weil das Thema komplex ist, muss man zwischen verschiedenen Szenarien unterscheiden.

Grundsätzlich ist das bloße Zuschauen bei Casino-Streams nicht illegal. Wer sich auf Kick einen Casino-Stream anschaut, macht sich in Deutschland nicht strafbar.

Beim Streamen selbst sieht die Sache anders aus. Das Problem liegt nicht im Streaming an sich, sondern in der Werbewirkung. Laut § 5 Abs. 7 des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) ist Werbung für unerlaubte Glücksspiele verboten. Und das OVG Sachsen-Anhalt hat im Juli 2024 in einem wegweisenden Beschluss bestätigt: Wenn ein deutschsprachiger Streamer auf Kick Casino-Content zeigt, der sich an ein deutsches Publikum richtet, erzeugt das einen Werbeeffekt in Deutschland – unabhängig davon, wo der Streamer sitzt.

Die GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) hat daraufhin angekündigt, verstärkt gegen Streamer mit Sitz im Ausland vorzugehen. Der GGL-Vorstand sprach von einer „Signalwirkung“ und verwies auf den Spieler- und Jugendschutz.

Aber es geht noch weiter: Selbst für GGL-lizenzierte Anbieter ist die werbliche Zusammenarbeit mit Streamern untersagt. In den Musternebenbestimmungen für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker heißt es in Ziffer 5.17, dass die werblich ausgerichtete Kooperation mit Personen, die das eigene oder fremde Spiel filmen und über Streaming-Plattformen verbreiten, unzulässig ist. Das bedeutet: Auch wer nur legale deutsche Slots streamt, darf dafür keine Werbe-Deals mit dem Anbieter haben.

Alte Weisheit unter Zockern: Wer alle Regeln kennt, hat schon halb gewonnen – wer sie ignoriert, hat garantiert verloren.

🎯 Steffens Meinung:

Wie die deutschen Casino-Streamer mit der Lage umgehen

Die Lösung vieler großer deutschsprachiger Casino-Streamer: Sie haben ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt. Von dort aus streamen sie auf Kick, spielen bei Stake oder anderen internationalen Anbietern und richten ihren Content weiterhin an ein deutsches Publikum.

Bekannte Namen wie MontanaBlack oder Knossi sind dagegen weitgehend bei Twitch geblieben und haben Casino-Inhalte aus ihren Streams genommen oder stark reduziert. Die reine Casino-Streaming-Szene im deutschsprachigen Raum spielt sich heute fast ausschließlich auf Kick ab – mit Creatorn wie Orangemorange, Scurrows oder real_bazzi, die dort ihre Communities aufgebaut haben.

Das Muster ist klar: Wer Casino-Content machen will, geht zu Kick. Wer in Deutschland bleiben und kein juristisches Risiko eingehen will, lässt die Finger davon – oder streamt maximal in der „Just Chatting“-Kategorie und spricht über Casino-Themen, ohne aktiv zu spielen.

wenn du über casino-streaming nachdenkst

Lass dich zuerst juristisch beraten, bevor du loslegst. Die Rechtslage ist komplexer, als es auf den ersten Blick aussieht. Ein kostenloser erster Anlaufpunkt ist die Whitelist der GGL, auf der du prüfen kannst, welche Anbieter in Deutschland überhaupt eine Lizenz haben. Und vergiss nicht: Auch wenn du bei einem lizenzierten Anbieter spielst, sind werbliche Kooperationen mit Streaming-Bezug untersagt.

Sechs Wege, um auf Kick ernsthaft Geld zu verdienen

Genug über die Fallstricke geredet. Wenn du dich entschieden hast, auf Kick durchzustarten – egal ob mit Gaming, Just Chatting oder anderem Content – dann gibt es ein paar Strategien, die wirklich funktionieren.

Baue deine Community vor dem Monetarisieren auf. Wer von Tag eins an nur ans Geld denkt, verliert. Die Streamer, die auf Kick wachsen, sind diejenigen, die eine echte Verbindung zu ihren Zuschauern aufbauen. Das heißt: auf den Chat eingehen, Zuschauer namentlich ansprechen, regelmäßig zu festen Zeiten live sein. Konsistenz schlägt Talent – zumindest am Anfang.

Nutze Kick für die Monetarisierung, andere Plattformen für die Reichweite. Die klügsten Creator streamen auf Kick für die Abo-Einnahmen, schneiden ihre besten Momente als Clips und laden sie auf YouTube, TikTok und Instagram hoch. So baust du eine Audience, die dich auf Kick findet, ohne dass du auf der Plattform selbst um Sichtbarkeit kämpfen musst.

Mach deine Streams interaktiv. Kick bietet Chat-Tools, Umfragen und Echtzeit-Interaktionen. Nutze sie. Streams, in denen der Streamer einfach vor sich hin spielt, ohne den Chat einzubinden, performen schlecht. Die Zuschauer wollen das Gefühl haben, Teil des Geschehens zu sein.

Diversifiziere deine Einnahmen früh. Verlass dich nicht nur auf Abos. Trinkgelder, Affiliate-Links, Merchandise und – wenn du groß genug bist – Sponsoring-Deals sorgen für mehrere Standbeine. Ein einzelner Einkommensstrom auf einer einzigen Plattform ist ein Risiko, das du nicht eingehen musst.

Spare und investiere in dein Setup. Gute Audio-Qualität und eine anständige Kamera sind kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung. Zuschauer verzeihen viel, aber schlechten Sound verzeihen sie nicht. Du brauchst kein Studio für 10.000 Euro – aber ein ordentliches Mikrofon für 100 bis 200 Euro macht einen riesigen Unterschied.

Sei geduldig und denke in Jahren, nicht in Wochen. Die Streaming-Branche belohnt Ausdauer. Die meisten erfolgreichen Creator haben Monate oder Jahre gebraucht, um ihre ersten nennenswerten Einnahmen zu erzielen. Wer nach vier Wochen aufgibt, weil die Zuschauerzahlen nicht stimmen, wird nie erfahren, was möglich gewesen wäre.

Aufgepasst: steuern nicht vergessen

Einnahmen aus Streaming sind in Deutschland steuerpflichtig. Das gilt für Abo-Einnahmen, Trinkgelder, Sponsoring-Deals und Affiliate-Provisionen. Wer regelmäßig streamt und Einnahmen erzielt, muss ein Gewerbe anmelden und Einkommensteuer sowie gegebenenfalls Umsatzsteuer abführen. Kick zahlt in USD aus – Wechselkursgewinne können zusätzlich steuerlich relevant sein. Hol dir frühzeitig einen Steuerberater, der sich mit digitalen Einkünften auskennt.

Was Kick von Twitch und YouTube unterscheidet – der ehrliche Vergleich

Wer sich zwischen den Plattformen entscheiden muss – oder parallel auf mehreren streamen will – sollte die wichtigsten Unterschiede kennen.

Beim Geld pro Abo ist Kick unschlagbar. 95 % vs. 50 % ist kein kleiner Unterschied – das ist fast das Doppelte. Selbst YouTubes 70/30-Split kommt nicht ran. Für Streamer, die ihre Einnahmen pro Zuschauer maximieren wollen, gibt es aktuell keine bessere Plattform.

Bei der Reichweite hat Twitch die Nase vorn. Twitch hat eine größere Nutzerbasis, bessere Discoverability-Tools und mehr Zuschauer, die aktiv nach neuen Streams suchen. Kick wächst zwar schnell, aber die Sichtbarkeit für kleine Streamer ist noch ausbaufähig. Wer bereits eine Community hat, profitiert auf Kick stärker. Wer von null startet, hat es auf Twitch leichter, entdeckt zu werden.

Streaming-Qualität ist ein Kick-Vorteil. Kick unterstützt Streaming in bis zu 4K, während Twitch bei 1080p mit 60 FPS deckelt. Für Streamer, die Wert auf Bildqualität legen, ist das ein relevanter Unterschied.

Community-Tools sind auf Twitch ausgereifter. Channel Points, Bit Cheering, VIP-Badges, Loyalty-Programme – Twitch hat über Jahre ein Ökosystem aufgebaut, das Kick noch nicht bieten kann. Kick holt auf, aber der Vorsprung ist noch deutlich.

Content-Freiheit ist auf Kick größer. Kick erlaubt Inhalte, die auf Twitch eingeschränkt oder verboten sind – darunter auch Gambling-Content. Das zieht Streamer an, die sich von den Richtlinien anderer Plattformen eingeengt fühlen. Es bedeutet aber auch, dass Kick mit Kontroversen rund um problematische Inhalte zu kämpfen hat.

Was du mitnehmen solltest

Kick ist 2026 die lukrativste Streaming-Plattform pro Abonnent – daran gibt es nichts zu rütteln. Der 95/5-Split, die niedrigen Einstiegshürden und die wöchentlichen Auszahlungen machen die Plattform für Creator attraktiv, die ihre Einnahmen maximieren wollen.

Für Casino-Streamer aus Deutschland ist die Lage allerdings komplizierter geworden. Die GGL-Offensive gegen Glücksspiel-Werbung auf Streaming-Plattformen, die Streichung des Stundengeldes für die Slots-Kategorie und die generell strengere Regulierung machen Casino-Streaming zu einem Feld mit hohem juristischem Risiko.

Wer auf Kick Geld verdienen will, braucht vor allem eins: eine echte Community. Kein Algorithmus und kein Revenue-Split der Welt ersetzen loyale Zuschauer, die deine Streams regelmäßig schauen und mit dir interagieren. Alles andere – die Abo-Einnahmen, die Sponsoring-Deals, die Trinkgelder – folgt daraus.

Tipp für deine ersten Schritte als streamer

Erstelle dir einen Kick-Account, schaue dir zwei Wochen lang erfolgreiche Streamer in deiner Nische an und analysiere, was sie richtig machen. Dann starte mit einem festen Streaming-Plan – mindestens drei Mal pro Woche, zu festen Zeiten. Und das Wichtigste: Sei du selbst. Die Zuschauer merken sofort, wenn du eine Rolle spielst.

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Steffen Peters
Gründer
Steffen war so begeistert von Knossis Casino-Streams, dass er 2019 kurzerhand Automatenspieler gründete – heute gilt er als absoluter Szene-Experte. Für ihn gibt's kein besseres Gefühl, als ein Bonusfeature komplett durchzuspielen. Fun Fact: Steffen hat einen Entwickler des Push-Gaming-Hits Razor Shark im Darts besiegt.