Casino-Rap: So beliebt sind Spielautomaten in der Hip-Hop-Szene

Rap-Texte werden oft von Themen dominiert, die ihre Herkunft in der Straßenkultur der deutschen Großstädte haben. Neben schnellen Autos, Frauen und Rauschmitteln gehört auch Glücksspiel zu den beliebten Themen. Warum sind Spielautomaten in der Hip-Hop-Szene so beliebt und was hat es mit Casino-Rap auf sich?

Spielautomaten-Rap

Casinos und Rapper sind eng verbandelt

Das Thema Glücksspiel wird in Rap-Tracks oft aus einem problematischen Blickwinkel beleuchtet, da es oft um schwieriges Spielverhalten geht. Allerdings gibt es auch Songs, in denen Automatenspiele nicht ganz so ernst genommen und einfach nur als Form der Unterhaltung wahrgenommen werden.

Manche Rapper gehen sogar geschäftliche Partnerschaften mit den einzelnen Online-Casinos ein. So haben Stars wie Farid Bang und Bonez MC eine Partnerschaft mit dem Platincasino, das regelmäßig Events mit den Rappern sponsert. Auch Fler wurde schon in Casino-Streams gesichtet.

Farid Bang postet regelmäßig Videos bei Instagram, in denen er explizit das Platincasino als seinen Lieblingsanbieter bewirbt. Fun-Fact: Sein Lieblingsslot ist der Klassiker La Dolce Vita von Gamomat.

Insgesamt hat Farid Bang eine positive Einstellung gegenüber Glücksspiel und macht keinen Hehl daraus, dass er gerne ab und zu ein paar Runden Online-Slots spielt. Es ist leider nicht öffentlich bekannt, wie viel Farid Bang für das Bewerben vom Platincasino erhält – wir gehen aber davon aus, dass die Summe mehrere hunderttausende Euro umfasst.

Häufige Kritik aus den Medien

Vereinzelt bekommen die Rapper aus der deutschen Hip-Hop-Szene Kritik für ihre Werbung für Online-Casinos – und das ist verständlich. Es ist kein Geheimnis, dass viele Minderjährige die Musik der Rapper hören, ihre Stars als Vorbild sehen und ihnen nacheifern.

So wird von den Fans stets darauf geachtet, welche Kleidung die Rapper gerade anhaben, welche Uhren sie tragen und welche Marken besonders „in“ sind. Wenn solche Eindrücke mit Glücksspiel vermischt werden, kann für Jugendliche der Eindruck entstehen, dass Automatenspiele zu diesem Lebensstil dazugehören.

Prinzipiell ist gegen das Bewerben von Casinos und dem Teilen eines Hobbies nichts einzuwenden – Rapper sollten aber darauf achten, dass Jugendliche nicht an die Inhalte gelangen, um die es in ihren Texten geht.

Die berühmtesten Casino-Rap Tracks

Dass man mit Spielautomaten-Tracks auch richtige Hits landen kann, haben einige Rapper bereits bewiesen. So veröffentlichte Olexesh den Song „AVTOMAT“, der auf Youtube über zehn Millionen Aufrufe gesammelt hat.

Olexesh – AVTOMAT

Im Video spielt der Rapper an verschiedenen Novoline-Automaten in einer klassischen Spielothek – und singt darüber, dass er zu viel spielt und anschließend seinen Arzt besucht. Das ist verständlich, denn Novoline-Automaten sind wirklich eine Qual für das Auge und haben seit Jahrzehnten keine Innovationen mehr gesehen.

Die meisten Automaten in klassischen Spielhallen sind sowohl von der Spielmechanik als auch vom Design oft veraltet. In Online-Casinos hat man eine deutlich bessere Auswahl an Slots, welche deutlich interessantere und aufregendere Features haben, als die klassischen Novoline-Spiele.

Cashmo – Spielo

Ein anderes sehr erfolgreiches Lied aus dem Genre ist der Track „Spielo“ des deutschen Rappers Cashmo. In dem Lied geht es um den Automatenklassiker Book of Ra, bei dem der Rapper auf Erkundungstour durch das antike Ägypten geht und versucht, verschiedene Hieroglyphen so anzuordnen, dass er in die Freispiele kommt.

Die Freispiele sind bei diesem Slot besonders wichtig, da sich hier die besonders großen Multiplikatoren verstecken. Dieser Novoline-Klassiker ist einer der meistkopierten Spielautomaten auf dem Markt – praktisch jeder Bücher-Slot ist nach dem Prinzip aufgebaut. Die Slots gelten als sehr volatil und können extrem hohe Gewinne abwerfen. Somit ist es kein Wunder, dass es gerade dieser Slot Cashmo angetan hat.

Lavido – Nie wieder Spielo

Mit „Nie wieder Spielo“ von Lavido gibt es tatsächlich auch einen Track im Genre Casino-Rap, der Spielautomaten nicht glorifiziert sondern sich einigermaßen kritisch mit ihnen auseinandersetzt. Der Song thematisiert das Thema Spielsucht, der Beat stammt von Semi Beatz. Der Track ist Teil von Lavidos Albums „Schwarzkopf“.

Offensichtlich hatte Lavido in jungen Jahren Probleme, sich von den klassischen Slots in Kneipen fernzuhalten: „Merkur und Novoline fickte mein Leben / Ich war jung, ich war dumm, konnte es nicht verstehen“ oder „Mein Problem war, dass ich nur noch diese Bilder sah / 3 Bücher, 5 Forscher oder 5 Siebener“ sind einige kritische Zeilen im dem Hip-Hop-Track.

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Online-Anbieter als Alternative zur Spielhalle

Rapper haben in den letzten Jahren die Spielothek als Thema für ihre Songs entdeckt und behandeln das Thema nicht nur aus einer unterhaltenden Sichtweise, sondern behandeln auch Themen wie schlechtes Spielverhalten in den Texten.

Das Problem ist hierbei oft das Umfeld der Spielotheken – denn diese befinden sich meist in den eher problematischen Stadtteilen, wo Kriminalität eine große Rolle spielt und Etablissements zum Treffpunkt für dubiose Spieler werden.

Deshalb sollte man sicher gehen, dass man nur bei Anbietern spielt, in denen fair und transparent mit den Kunden umgegangen wird. Online-Casinos sind hier klar im Vorteil: Sie sind sicherer und diskreter, wenn es um die Auszahlung von Gewinnen geht und bieten oft ein besseres Spielerlebnis als lokale Spielhallen.